Hotel Ruten - familiäre Atmosphäre inmitten herrlicher Loipen

Das Hotel liegt an der Straße 255 auf etwa 850 m Höhe oberhalb der nördlichen Spitze des Breidsjön. Nach Vinstra sind es gut 25 km. Bahnreisende werden hier gerne vom Hotelpersonal abgeholt. Oft wohl von der Chefin parallel zum Einkauf. Wer selber mit dem Wagen anreist wird die Straße 255 von Süden herauf kommen und dabei an Strand Fjellstue und Espedalen Fjellstue vorbeifahren. Danach steigt die Straße aus dem Tal herauf und dicht beieinander liegen dann das große Dalseter Hoyfjellshotell und die gemütliche Ruten Fjellstue.

Ruten Fjellstue besteht aus dem eigentlichen Hotelgebäude mit rund 60 Betten, kleiner Rezeption mit Dingen des täglichen Bedarfs wie Wachs, Süßigkeiten, Obst, dem Speisesaal im Tiefgeschoß, großzügigen Aufenthaltsmöglichkeiten mit Kaminzimmer im Erdgeschoß, einer kleinen Sauna und einigen wenigen Hütten. Auch ein großer im freien aufgestellter beheizbarer Badezuber gehört zum Angebot. Genaueres ist auf der Internetseite des Hotels ruten.no nachzulesen. Einkaufswünsche können an der Rezeption abgegeben werden, Einkaufsmöglichkeiten bestehen nämlich erst in Vinstra.

Die halbhohe Lage am Hang hat viele Vorteile. Die meisten Zimmer bieten eine schöne Aussicht über die Gebirge bis hin nach Jotunheimen. Die Loipen beginnen direkt am Skistall. Bei allen Touren auf der Ostseite des Tales hat man zu Beginn nur einen kurzen Aufstieg und ein angenehmes letztes Teilstück zu erwarten. Nur wer von der Westseite her zurückkommt, muss erst ins Tal hinab um den Breidsjön zu queren und dann ziemlich steil die knapp 200 m vom See zum Hotel aufsteigen. Man sollte diesen Kraftakt am Schluß des Tages bei der Planung einkalkulieren. Bei der Beschreibung der einzelnen unternommenen Touren wird der Unterschied schnell deutlich.

Die Küche des Hotels arbeitet offensichtlich nach dem Motto, wer viel Sport treibt soll auch gut essen. Die Mahlzeiten vom Frühstück angefangen über ein sehr umfangreiches Lunchbuffet bis hin zum Middag, das immer als dreigängiges Menü serviert wurde, sind sicherlich ein Glanzlicht des Hotels. Die Frage, zwei kleine Touren mit Lunchbuffet oder eine Ganztagestour mit Lunchpaket zu unternehmen, war nicht einfach zu beantworten.Lunchpaket mit gefüllter Thermoskanne oder Lunchbuffet sind im Preispaket Winterpension inklusive. Wie überall in Skandinvien wird auf Pünktlichkeit beim Middag Wert gelegt, der große Gong gibt das Signal. Die Sitzordnung ist vorgegeben.

Zumindest ein Teil der Zimmer kann ausstattungsmäßig nicht mit der Küche mithalten. Das Hotel ist zu unterschiedlichen Zeiten erweitert worden. Dementsprechend haben die Zimmer auch verschiedene Größen. In allen Zimmern gibt es Dusche und WC, den notwendigen Schrankraum und eine Sitzgruppe. Dazu kommt auf den Fluren einen Trockenraum und im Tiefgeschoß auch den Skistall mit direktem Ausgang. Wer will kann so innerhalb des Hauses zu den Skiern gelangen oder vor der Tour bereits einmal die Nase in die klare Winterluft stecken.

Das Hotel wird in der zweiten Generation in einem zuvorkommenden persönlichen Stil geführt.Es ist kein Problem, Einkaufswünsche loszuwerden und Ratschläge zu Wetter und Tourmöglichkeiten werden gerne gegeben. Der Chef selber fährt morgens früh los, um die wichtigsten Loipen zu spuren, daher lohnt es sich nachzufragen. Außerdem wird für einige Programmpunkte im Laufe einer Woche gesorgt. Dazu gehört natürlich ein Dia- und Informationsabend. Die Show ist wirklich sehenswert. Skikurse im Langlauf, im Abfahrtslauf und ein kurzes Auffrischen vor allem der Bremstechnik werden bei Interesse angeboten. Eine gute Halbtagstour nach Fefor mit der Möglichkeit, dort am Lunchbuffet teilzunehmen und mit dem Bus zurückzufahren, wird ebenso organisiert wie eine Ganztagstour zum Heidalsmoen oder ein Ausflug in eine Eisklamm. Damit ist auch für ausreichende Abwechslung gesorgt, wenn vielleicht das Wetter mal nicht ganz so optimal ist.

Ich habe den Aufenthalt sehr genossen.